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6a beweist Chemie-Wissen

Schüler des Ursulinen-Gymnasiums nahmen am Wettbewerb von Bayer Schering teil

Bild WP Schering

Werl. Drei Schülergruppen des Ursulinengymnasiums besuchten am vergangenen Wochenende die Bayer Schering Pharma AG in Bergkamen. Dort nahmen sie an einem mathematisch-naturwissenschaftlichem Wettbewerb teil.
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Aus der Westfalenpost vom 20.09.2007

Tapfer im Labor geschlagen...

Dass Chemie alles andere als trocken ist, wollen UG und Firma Hillebrand beweisen

Das Labor der Firma Hillebrand können die UG-Schüler nutzen. Lehrer und Firmenvertreter schauten sich zur Unterzeichnung des Sponsor-Vertrags bereits um. • Foto: Bus

WERL/WICKEDE • Die Tinte ist trocken, der Vertrag ist in trockenen Tüchern. Alles andere als trocken aber ist die Materie, um die es geht. Finden zumindest die Schüler der freiwilligen Chemie-AG am Ursulinengymnasium und die Vertreter der Firma Hillebrand Galvanotechnik. Denn Chemie ist für Firmenmitarbeiter und Schüler Teil des täglichen Lebens - sei es im Beruf oder als Berufswunsch. Und so ist mit dem Abschluss des Sponsoringvertrags zwischen UG und Firma Hillebrand (ANZEIGER von gestern) auch eine Interessenpartnerschaft geschlossen worden. Ideen und Meinungen werden in der Chemie-AG immer Mittwochs in der 7. und 8. Stunde ausgetauscht. Zeit zum intensiven Arbeiten bleibt nicht immer. Daher benötige man die Laptops, die die Wickeder Firma jetzt per Schulsponsoring zur Verfügung stellte, sagte Projektlehrer Dr. Stephan Kienast vor der Unterzeichnung des Vertrags.

Viel Zeit für die Forschung

"Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Zeit die Schüler in die Chemieforschung stecken", sagt der Lehrer. Im Gegenzug nennt die Schule zum Beispiel auf Elternbriefen die Wickeder Firma als Partner. Aber auch die Praxis spielt eine wesentliche Rolle in der Partnerschaft zwischen Schule und Firma. Denn die Laboratorien in der Westerhaar werden zum Experimentierfeld.

Schüler lernen Teamarbeit

So haben UG-Schüler bereits im Rahmen der "besonderen Lernleistung" für drei Monate im Forschungs- und Entwicklungslabor von Hillebrand mitgearbeitet. Dort haben sie kleine Forschungsaufträge bekommen und aktiv mitgeforscht. "Sie haben sich tapfer geschlagen" - und die Probleme gelöst mit guten Ergebnissen auch für uns", sagt der Geschäftsführer der Galvanik, Dr. Klaus-Peter Klos. Auch sonst sei der Einblick in die Praxis chemischen Arbeitens für die Schüler wichtig, so Firmenchef Ernst-Walter Hillebrand. "Sie bekommen mit, wie man im Team arbeitet." Nicht ausgeschlossen ist darüber hinaus, dass das UG Exkursionen zur Firma unternimmt. Warum ein Vertrag zum Sponsoring? Man halte so Regeln fest, fühle sich gebundener, sagt Rektor Werner Grote. "Und wenn der Vertrag dazu beiträgt, Schüler für Chemie und unseren Berufszweig zu interessieren, dann freuen wir uns", sagt Firmenchef Hillebrand. Es werde eine "fortsetzende Unterstützung" für das UG geben. • bus

Aus dem Werler Anzeiger vom 04.02.2004

Hier stimmt die Chemie

Wie das UG mit Betrieb kooperiert

Für das Projekt "Chemie Media" arbeiten diese Schülerinnen des Ursulinen-Gymnasiums gerne in ihrer Freizeit. Die Firma Walter Hillebrand unterstützt jetzt das Projekt. • Fotos: Thomas Nitsche

WERL/WICKEDE.(kari) Eine lukrative Idee macht Schule: Das Wickeder Unternehmen Walter Hillebrand unterstützt das UrsulinenGymnasium in seiner Projektarbeit. Dafür wirbt das UG in Zukunft unter anderem im Elternbrief für seinen Sponsor.
In Zeiten knapper Kassen sind gute Ideen gefragt. Besonders, wenn nicht nur eine Seite davon profitiert. Gestern unterschrieben Schulleiter Werner Grote und Ernst-Walter Hillebrand einen Sponsorenvertrag über zwei Jahre.
Die Firma für Galvano-Technik schenkt dem Gymnasium drei dringend benötigte Laptops, und im Gegenzug rührt das UG die Werbetrommel für das Wickeder Unternehmen.
Von der Unterstützung profitiert insbesondere das Projekt "Chemie Media": Mädchen und Jungen aus den Klassen sieben bis zwölf machen ihren Mitschülern komplexe chemische Prozesse mit selbst gemachter Lern-Software verständlich.
Die Firma Hillebrand sponsort und ergänzt damit eine schon lange bestehende Kooperation zwischen dem Fachbereich Chemie der Universität Dortmund und dem Fachbereich Chemie/Informatik des Ursulinen-Gymnasiums. Aber das ist nicht alles: Die SchülerInnen des UGs können das Labor der Firma nutzen und auf das chemischtechnische Know-How der Experten zurückgreifen.

Zur Vertragsunterzeichnung waren gestern die Fachlehrer des UGs mit Schulleiter Grote in der Galvanotechnik-Firma zu Gast.

In der Praxis sieht das so aus: Michael Lutter, Schüler der Stufe 13 bei den Ursulinen, interessiert sich seit je her für Chemie. Er hat den Chemie-Leistungskurs gewählt und will das Fach auch studieren. "Die Firma Hillebrand hat ihm angeboten, in den Semesterferien hier zu arbeiten", erklärt Dr. Stephan Kienast, Chemielehrer am UG. "Zwischen einem Ferienjob in einem Unternehmen und beim Supermarkt an der Kasse liegen schließlich Welten."
Zwei weitere Chemie-begeisterte Schüler des Gymnasiums bearbeiteten für ihr Abitur in dem Wickeder Betrieb kleine Forschungsprojekte. Davon profitierte auch das Unternehmen selbst.
Und auch eine KlassenFührung durch das Galvanotechnik-Werk ist für die
Kooperationspartner in Zukunft denkbar.
Diese Mühe machen sich Ernst-Walter Hillebrand und sein Team nicht ganz ohne
Hintergedanken. "Wir wollen Schülern Spaß an Chemie vermitteln", betont der Inhaber .
Denn der Branche fehlen Fach- und Führungskräfte. Und auch im Ausbildungsbereich könnte es besser aussehen: Bei Hillebrand sind zur Zeit elf Stellen besetzt - drei könnten noch vergeben werden.
"Ich kann mir gut vorstellen, ähnliche Verträge auch mit anderen Firmen einzugehen", betont Schulleiter Werner Grote. Über die bereits laufenden Gespräche möchte der Schulleiter noch nichts verraten.

So erklären die Schüler des "Chemia Media"-Projektes ihren Mitschülern komplexe Chemie-Prozesse.

STICHWORT

Sponsoring

Ein Sponsor ist kein Spender. Sponsoring ist ein Vertragsverhältnis. Es beruht auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Übertragen auf das Verhältnis Ursulinen-Gymnasium Werl und Galvano-Technik Walter Hillebrand in Wickede bedeutet das: Förderung der Schule gegen Imagewerbung in der Offentlichkeit für den Chemiebetrieb. Somit ist Sponsoring klar vom so genannten Mäzenatentum zu unterscheiden. Die Spende eines Mäzens ist eine Förderung ohne jede Gegenleistung. Die Förderung durch Sponsoring ist hingegen eine Förderung mit Gegenleistung für den Preis von Werbewirkung. Grundsätzlich gilt: Sponsoring bildet einen Zusatz an finanziellen, sachlichen oder personellen Ressourcen, um Schulentwicklung wirksamer und nachhaltiger zu bestreiten. Es ist kein Ersatz für fehlende Mittel.

Bei diesen Partnern stimmt die Chemie

Werler Gymnasium und Wickeder Firma haben Vertrag geschlossen

Dr. Stephan Kienast, Dr. Klaus-Peter Klos, Ulrike Aßmuth-Fillies, Barbara Günther und Karl Morgenstsern im Labor der Firma Hillebrand (von links). • Foto: Thomas

Von Michael Koch

WERL/WICKEDE. Bislang war es eher ein lockeres Miteinander. Doch seit gestern Abend sind das Werler Ursulinen-Gymnasium und die Wickeder Firma Hillebrand Vertragspartner. Und auch die Uni Dortmund sitzt indirekt mit im Boot. Das gemeinsam Ziel der Kooperation: Schüler für Chemie interessieren.
So eine "Karriere" wie Michael Lutter könnten demnächst noch mehr Werler Schülerinnen und Schüler durchlaufen. Im Chemie-Leistungskurs hatte der Gymnasiast ohnehin sein naturwissenschaftliches Talent bewiesen. Und nach dem Abitur will er an der Uni Dortmund, die bereits mit dem Gymnasium zusammen arbeitet, Chemie studieren.
Aber auch seine praktischen Fähigkeiten in Sachen Chemie wird er weiter schärfen können. In den Semesterferien kann er bei dem Galvanik-Unternehmen Hillebrand weiter arbeiten. Denn dort kennt man den Schüler, weil er in dem Chemie-Betrieb ein Praktikum absolviert hat.

Michael Lutter hat also bereits von der Kooperation zwischen Schule, Wirtschaft und Universität profitiert. Und dies wollen in Zukunft alle Partner tun: Das UrsulinenGymnasium ist nicht mehr allein von den knappen öffentlichen Kassen abhängig. Die den Facharbeitermangel beklagende chemische Industrie darf in Form der Firma Hillebrand auf qualifizierten Nachwuchs hoffen. Und die Uni Dortmund auf Studenten.
Mit Sponsoring-Verträgen sollen solche Kooperationen landesweit auf eine feste Basis gestellt werden. Der gestern von Schulleiter Werner Grote und Geschäftsführer ErnstWalter Hillebrand unterzeichnete Kontrakt ist dafür ein Musterbeispiel.
Und der beinhaltet sehr konkrete Vereinbarungen: Die Schüler sollen selbst computergestützte Unterrichtsmaterialien entwickeln. Die Gymnasiasten dürfen dazu das Firmen-Labor nutzen. Drei Laptops, mit denen aufwändige chemische Prozesse simuliert werden, bezahlt das Unternehmen zudem.
Die Gegenleistung der Schule scheint auf den ersten Blick nicht so groß zu sein: Die Firma darf mit dem Sponsoring öffentlichkeitswirksam werben. Doch für Ernst-Walter Hillebrand hat der Vertrag trotzdem eine neue Qualität. Abgesehen von der steuerlichen Absetzbarkeit des Sponsorengeldes schätzt er einen weiteren soliden kaufmännischen Grundsatz: "Wir haben jetzt verlässliche Regeln. Das ist etwas ganz anderes als eine bloße Spende."
Wie effektiv die Arbeit mit den Schülern sein kann, hat die Firma bereits erfahren können. Denn bisherigen Praktikanten hat man keine Aufgaben ohne Realitäts-Bezug gestellt, sondern sie mit konkreten kleinen Problemen in der Produktion betraut. Und die haben die Schüler tatsächlich beheben können.

Aus der Westfalenpost vom 04.02.2004

Hillebrand Galvanotechnik unterstützt Projekt von Werler Gymnasiasten

WICKEDE/WERL. (kari) Die Förderung der Jugend liegt der Firma Walter Hillebrand Galvanotechnik besonders am Herzen. Gestern Nachmittag unterschrieben Inhaber Ernst Walter Hillebrand und Werner Grote, Schulleiter des Werler Ursulinengymnasiums, einen Sponsoring-Vertrag. Das Wickeder Unternehmen unterstützt das Projekt "ChemieMedia": Mädchen und Jungen aus den Klassen sieben bis zwölf veranschaulichen Chemische Prozesse für ihre Mitschüler am Computer. Dafür wirbt das Gymnasium zum Beispiel im Elternbrief für die Firma Hillebrand. • Foto: Nitsche

Aus der Westfalenpost vom 04.02.2004

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